Birgitta Thaysen
DormArt

ThaysenPortrait

Birgitta Thaysen - Tulip Redbox

Projektbeschreibung DormART:

Ich habe mich auf den Gegensatz von Traum und Realität konzentriert und lade den Besucher / Schläfer ein, in einen meiner Träume hinein zu schlüpfen.

Der Schlaf ist ein Zustand der körperlichen Ruhe.
Der Geist jedoch fällt nicht gleichsam mit in den Schlaf, wird nicht in einen Ruhezustand versetzt, sondern gleitet woanders hin. Als einen anderen Ort könnte es bezeichnet werden, wohin der Geist sich begibt. Je tiefer der Schlaf ist, um so weiter entfernen wir uns von uns selbst. Es geht bis zur Selbstvergessenheit, wo ich mich nach dem Erwachen frage: "Wo bin ich?" oder
"Wer bin ich?"

Tulip Redbox soll so ein Ort der Selbstvergessenheit sein. Eine Art luzider Traum (von lat. lux “Licht”) oder Klartraum in den wir uns bewußt begeben. Und was ist, wenn wir davon ausgehen, dass die Realität ein Traum ist? Oder es könnte auch heißen, der Traum ist die Realität. Dieser Ort verbindet Traum und Realität miteinander und alles ist da, um hinein zu schlüpfen
.


Internationales Kunstprojekt 2006 dormART

15 Künstler mit ihrer individuellen, gleichzeitig in ihrer eigenen Kultur verwurzelten und die engen Grenzen ihrer jeweiligen Traditionen sprengenden Sicht auf unsere Welt arbeiten in standardisierten Parzellen [4 Meter x 4 Meter, 2,50 Meter hoch] an 11 Projekten zum Thema Schlaf.


dormART ist ein Projekt des Depot (Zentrum für Handwerk, Kunst, Medien und Nachbarschaft)
Besucher-Kontakt:
dormART
Depot e. V.
Immermannstr. 39
44147 Dortmund
Tel. 0049- (0) 231-900 806

www.dormart.de

www.depotdortmund.de


Leonardo Da Vinci schlief auf dem Höhepunkt seines Schaffens lediglich alle 4 Stunden für 15 Minuten; die Nähe zwischen Schlaf und Tod wird im Märchen Dornröschen durch einen 100 Jahre dauernden Schlaf symbolisiert.

Wirklich schlaflos ist niemand, allerdings gibt es Schlafdefizite oder Schlafstörungen.

Weltweit wird sehr unterschiedlich geschlafen: Allein, zu Zweit, in Familien oder größeren Gruppen, zwischen Wänden aus Stein, Beton, Papier oder unter freiem Himmel. Sicherlich auch häufig unter sehr unfreiem Himmel. Ruhig oder unruhig.

Der chinesische Philosoph Chuang Tzu (300 v. Chr.) schrieb: "Alles ist eins; im Schlaf ist die Seele ungestört und aufgenommen in diese Einheit; im Wachen hingegen ist sie abgelenkt und sieht die verschiedenen Gegebenheiten der Welt." Buddha bedeutet "der Erwachte", jemand, der aus dem Schlaf der Unwissenheit erwacht ist. Aber es gibt auch den "Schlaf des Gerechten".

Dem Schlafen sind Grenzen gesetzt. Religiöse, kulturelle, gesellschaftliche oder durch Ausnahmesituationen aufgezwungene.

Diese Grenzen wahrzunehmen, unter künstlerischen Aspekten international und interkulturell zu überschreiten, interessierte uns und war der Anlass "dormART" zu konzipieren.

15 Künstler mit ihrer individuellen, gleichzeitig in ihrer eigenen Kultur verwurzelten und die engen Grenzen ihrer jeweiligen Traditionen sprengenden Sicht auf unsere Welt arbeiten in standardisierten Parzellen [4 Meter x 4 Meter, 2,50 Meter hoch] an 11 Projekten zum Thema Schlaf.

Als Juroren für dormART stellten sich zur Verfügung:

- Peter Friese, Kurator Neues Museum Weserburg, Bremen
- Jan Hoet, künstlerischer Direktor MARTa, Herford; künstlerischer Direktor Documenta IX, Kassel
- Dr. Christiane Vielhaber, Kunstkritikerin und freie Journalistin, Köln

Erleben Sie dormART auf die Ihnen jeweils zusagende Art:
Beobachten Sie die Entstehung der Installationen als Zuschauer,
oder besuchen Sie die Ausstellung
oder werden Sie unser besonderer Gast in der privatisierten Ausstellung ab dem 8. Juni, indem Sie ein Teil des Kunstwerkes werden. Für eine oder mehrere Nächte - Frühstück inklusive.
Oder erleben Sie dormART in allen Phasen und mit allen seinen Facetten.

Der erste Teil der Ausstellung (geöffnet für alle Besucher):
27. Mai - 7. Juni 2006
täglich von 14:00 bis 20:00 Uhr
Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €

Der zweite Teil der Ausstellung (private Vermietung):
8. Juni - 9. Juli 2006
Reservierung und Buchung unter
www.ruhrgebiet.de

Zu Vernissage und Finissage ist der Eintritt frei. Zusätzlich ist dormART in der Aufbauzeit öffentlich zugänglich am 20./21. Mai von 11.00 bis 17.00 Uhr
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