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INNER OCEAN
Der Ozean, den ich meine, hat eine leise Stimme.
Er spricht zu mir so leise, dass ich glaube meinen eigenen Gedanken zu lauschen. Die Frage, die jeden Menschen beschäftigt ist, was ihm die Wahrhaftigkeit seiner Existenz bestätigt. J.P. Sartre
sagt dazu: „Ich denke, also bin ich.“ und setzt das an den Anfang all seiner Überlegungen zu „Das Sein und das Nichts“ (L'être et le néant, 1946). Unter anderem stellt er die These auf,
dass der Mensch sich selbst erschaffen muss und (im Gegensatz zum Ding oder Tier) die Fähigkeit besitzt mit Hilfe seines Bewusstseins sich selbst zu negieren, oder selbstvergessen zu sein. Was für ein
schöner Gedanke – Selbstvergessenheit. Dieser Wunsch, oder das Bedürfnis danach zeichnet den Menschen aus. Entstanden sind über fünfzig Portraits von Menschen, die ich vor der Aufnahme gebeten
habe, an Selbstvergessenheit und Hingabe zu denken.
Birgitta Thaysen
INNER OCEAN
The ocean I speak of has a soft voice.
It speaks to me so soothingly it makes me think I am listening to my own thoughts. We are all participants in the universal search for an authentic existence. In Being and Nothingness (L'être et
le néant, 1943) Sartre opens his reflections with a reference to Descartes’ statement “I think, therefore I am” and one of his conclusions is that as human beings, we create/give birth
to/choose ourselves and, unlike things or animals we, as conscious beings, have the ability to self-negation and to self-forgetting. The forgetting of self – a beautiful concept. It is this very
wish, or need, that defines us. There are now more than fifty portraits of people whom I asked to think of forgetting and abandoning the self while I took their photograph.
Birgitta Thaysen
Ins Englische übersetzt von Irene Fick
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